

Die promedica Rettungsdienste entspringen samt der am 01.01.1992
aufgenommenen Tätigkeit der promedica Rettungsdienst Ingo Lender
und Thorsten Figge GbR.
Die Unternehmer kauften mit vorgenanntem Datum das Stammunternehmen
des alten Unternehmen Geiken in 26556 Eversmeer. Das Unternehmen
war per Durchführungsvertrag mit dem Landkreis Wittmund für
die rettungsdienstliche Versorgung in der Samtgemeinde Holtriem,
Ostfriesland verantwortlich.
Noch im gleichen Jahr beabsichtigte der Landkreis Wittmund eine weitere Rettungswache in 26427 Esens der Privatisierung zuzuführen. Da sich die Interessenten über diese Tätigkeit zuletzt auf zwei Bietergruppen reduzierten, wurde auf Vorschlag des damaligen Landrates geprüft, ob eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Bietergruppen sinnvoll ist. Da diese Prüfung positiv beschieden wurde, erfolgte der Eintritt von Johann Eisenhauer und Rainer Schmidt in die promedica Rettungsdienst GbR, die dann alsbald in die promedica Rettungsdienst GmbH gewandelt wurde.
Die rettungsdienstliche Tätigkeit der promedica Rettungsdienst GmbH belief sich bis 1999 ausschließlich auf die Durchführung der entsprechenden Aufgaben in den Landkreisen Wittmund und Aurich. Zum 01.07.1999 traten dann die Gesellschafter Eisenhauer, Lender und Schmidt mit zwei Unternehmern aus Bremerhaven in die promedica Bremerhaven GbR ein. Es erfolgte die Aufnahme von rettungsdienstlichen Leistungen in der Stadt Bremerhaven. Einsatz, Koordination sowie Verwaltung für das Bremerhavener Unternehmen wurden von den Rettungswachen in Esens und Holtriem durchgeführt.
Die gesamte Entwicklung im Gesundheitswesen gepaart mit der Erkenntnis, dass die ausschließliche Sicherung durch einen zentralen Auftraggeber (Landkreis Wittmund) auf Dauer ein besonderes Risiko darstellt und zudem die Erkenntnis aufkam, dass eine in Ostfriesland und Bremerhaven erfolgreiche Arbeit auch in andere Regionen transportiert werden kann, wurde aktiv Ausschau nach Erweiterungs- und Beteiligungsmöglichkeiten in andere Regionen und Bundesländer betrieben.
Es erfolgte zum 01.01.2002 nach langwierigen Verhandlungen die Übernahme der SKT Spezialkrankentransporte GmbH &Co. KG (heute promedica Bad Wildungen GmbH & Co. KG).
Durch die dort geknüpften Kontakte sowie einer gezielten Strategie über mehrere Monate, war es dann möglich, zum 01.07.2003 die im gleichen Besitz befindliche FKT Flensburger Krankentransporte GmbH zu übernehmen.
Zur Verringerung des Personalrisikos am Standpunkt Bad Wildungen wurde die promedica Krankenbeförderung GmbH gegründet. Zweck dieser Gesellschaft ist es, das Personalrisiko von der Bad Wildungen GmbH& Co KG zu nehmen und gleichzeitig die Personalflexibilität und Einsetzbarkeit zu verbessern. Die promedica Krankenbeförderung GmbH hat den Bereich des betrieblichen Rettungsdienstes Bad Wildungen sowie der unqualifizierten Krankentransporte übernommen. Ein weiterer wichtiger Aspekt zur Schaffung dieser Gesellschaft ist die Möglichkeit zur Herstellung einer verbesserten Kostentransparenz für die Kostenträger. Dies verbessert die Verhandlungsposition bei den Budgetverhandlungen.
Nachdem die Übernahme eines zusätzlichen Rettungswagens
an der Hauptfeuerwache Flensburgs am 01.01.04 für die Dauer
eines Jahres beschlossen wurde, ist Ende 2004 klar geworden das diese
erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr auch im Jahr
2005 weitergeführt werden soll. Die rettungsdienstlichen Aufgaben
in Flensburg werden seit dem 01.01.2006 durch die Flensburger Zweigstelle
der Promedica Rettungsdienst GmbH erledigt.
Die im Laufe der Jahre immer besser und intensiver werdenden Kontakte
zum Landkreis Aurich ermöglichten es zum 01.01.2004 die rettungsdienstliche
Versorgung der Nordseeinsel
Norderney durch die promedica Rettungsdienst GmbH zu übernehmen.
Im Jahre 2004 ist es ebenfalls gelungen eine Konzession in der Stadt Bremen für
den qualifizierten Krankentransport zu erlangen. Nach anfänglichen
Diskussionen mit der Stadt Bremen stellte sich am Ende eine sehr
kooperative Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwahr ein, sodass nun
alle Krankentransporte, die dort anfallen, erst einmal von der promedica
Rettungsdienst GmbH übernommen werden. Erst dann, wenn die Kapazitäten
der promedica ausgelastet sind, sollen andere Kräfte den Bedarf
bedienen. Eine Auslastung ist somit in vollem Maß gewährleistet.
Die Arbeit dort wurde am 03.01.2005 aufgenommen. Auf den ersten Blick
ein Rückschritt, wirtschaftlich aber wohl durchdacht, war die
Abgabe des unqualifizierten, sitzenden Krankenfahrdienstes in den
Landkreisen Wittmund und Aurich. Die Bereiche wurden Anfang 2004
veräußert, da es durch neue Gesetzgebungen immer schwieriger
wurde effektiv und gewinnbringend zu wirtschaften. Dies gilt ebenso
für diesen Bereich bei der Promobil. Der Entscheid wurde gestützt
durch die Tatsache, dass zuviel Arbeitskraft seitens der Verwaltung
etc. in diesen Bereich investiert wurde, die man anderswo weitaus
effektiver einsetzen würde.
Neben der Teilnahme an diversen Ausschreibungen war der nächste große Schritt der Promedica Rettungsdienste sich Anfang des Jahres 2005 mit allen dazugehörigen Unternehmungen nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifizieren zu lassen. Im Jahre 2004 wurden zu diesem Zweck vier Qualitätsbeauftragte und interne Auditoren (DGQ) ausgebildet um das Zertifikat für die Unternehmensgruppe zu erlangen. Dies geschah mit sehr großem Erfolg im Juni 2005.
Die langjährige Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Rettungsdienstträgern und anderen Unternehmen des Rettungsdienstes ermöglichte zum 01.01.2006 einen besonderen Schritt in der Unternehmensgeschichte. Nachdem die Gesellschafter Figge und Lender schon in den Jahren 1989/90 Aufbauarbeit in Leipzig geleistet haben, konnte promedica jetzt nach dort hin zurückkehren. Durch Übernahme der ASG Ambulanz GmbH wird dort in Beauftragung durch die Stadt Leipzig die Rettungswache West sowie die Außenstelle Grünau betrieben
Auch in Zukunft nimmt die „promedica Gruppe“ an laufenden Ausschreibungen teil, da im Laufe der Jahre klar geworden ist, dass Synergieeffekte zwischen den verschiedenen Unternehmungen der Gruppe ausschlaggebend dafür sind, dass Angebote an potentielle Auftraggeber günstiger, aber dennoch wirtschaftlich bei hervorragender Qualität kalkuliert werden können. Insbesondere eine Mitwirkung im Katastrophenschutz sowie die Erweiterung der Tätigkeitsfelder in verschiedenste Bereiche des deutschen und europäischen Gesundheitswesens werden entwickelt.
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